The Lords

Aus Rockinberlin
Zur Navigation springen Zur Suche springen
The Lords
Gründung 1964 in West-Berlin
Wappen westberlin.png
Genre Beat
Gründungsmitglieder
Gesang Ulrich Günther alias Lord Ulli
(† 1999)
Gitarre, Gesang Klaus-Peter Lietz alias Lord Leo
Gitarre Rainer Petry
Bass Knud Kuntze alias Lord Knud
(bis 1964; † Juni 2020)
Schlagzeug Peter Donath (bis 1980; † 2018)
Ehemalige Mitglieder
Bass, Gesang Bernd Zamulo (seit 1965)
Bass Heinz Hegemann

Die Band ging aus den Skiffle Lords hervor, die es seit 1960 gab. Ein schneller Erfolg war 1961 der Sieg in dem vom West-Berliner Senat ausgeschriebenen Wettbewerb um "Das Goldene Waschbrett".[1] Am 21. Juli 1964 gewannen sie dann auch den Wettbewerb für die Deutschen Beatles im Hamburger Starclub. Es folgte ein Plattenvertrag mit der EMI, mit dem Ergebnis, eine Single mit einem deutschen Titel aufzunehmen: Hey Baby, lass den ander'n. Was sich als Misserfolg erwies. Einschnitt war ein Verkehrsunfall im Dezember 1964, bei dem sich Knud Kuntze schwer verletzte. Mit der Folge, dass ihm ein Bein amputiert wurde. Seinen Platz nahm Bernd Zamulo ein, der noch "heute" zur Band gehört.

Die Singles Shakin’ All Over und Poor Boy brachten 1965 erste Charterfolge. Ihr größter Hit war ein Titel von Lonnie Donnegan, Gloryland, der 1967 auf Platz 5 landete. Im gleichen Jahr gab es auch einen Auftritt als Hauptband im Legia-Stadion von Warschau vor 25.000 Zuschauern. Damit waren die Lords die erste westliche Band, die in einem Ostblock-Staat auftreten durfte. Um sich dem Zeitgeist anzupassen, versuchte Ulli Günther mit den New Lords ein neues Publikum zu gewinnen. Was aber nicht gelang. Ab 1976 gab es dann Auftritte der Lords mit unterschiedlichen Musikern. So setzte man eine gewisse Tradition fort.

Lord Knud konnte nach seinem Ausscheiden bei den Lords eine Karriere beim RIAS starten. Insbesondere die "Schlager der Woche" und "Evergreens à Go-Go (Der Sonnabendmorgen mit Lord Knud)" brachte ihm - gerade auch im Ostteil Berlins - eine treue Hörerschaft ein.

Berliner Konzerte mit The Lords[Bearbeiten]

Veranstaltung Ort
21. Juli 1964 Bandwettbewerb Töff Töff
16. Mai 1965 Casey Jones & the Governors (Nachmittag-Veranstaltung) Titania-Palast
16. Mai 1965 Casey Jones & the Governors (Abend-Veranstaltung) Hansa-Theater
30. März 1984 The Lords Joe's Bierhaus
18. Mai 1986 The Lords Joe's Bierhaus
19. Dezember 1981 The Lords Joe's Bierhaus
11. September 1981 The Lords Joe's Biersalon
12. September 1981 The Lords Joe's Bierhaus
21. Januar 1983 The Lords Joe am KuDamm
22. Januar 1983 The Lords Joe am KuDamm
31. Dezember 1983 The Lords Joe's Bierhaus
30. Dezember 1984 The Lords Joe's Bierhaus
31. Dezember 1984 The Lords Joe's Bierhaus
7. Juni 1985 The Lords Joe's Bierhaus
9. November 1985 The Lords Joe's Bierhaus
30. Dezember 1985 The Lords Joe's Bierhaus
8. Juni 1985 The Lords Joe's Bierhaus
28. Februar 1987 The Lords Quartier Latin
31. Dezember 1987 The Lords Habel's Bierhaus
1. Januar 1988 The Lords Habel's Bierhaus
1. September 1989 The Lords Joe an der Hasenheide
9. Juni 1995 Oldie-Nacht (Lords, Troggs, Rubettes u. a.) Waldbühne
18. April 2018 Ritchie Blackmore's Rainbow Velodrom
6. Juni 1965 The Searchers Waldbühne
31. Dezember 1988 Silvester mit den Lords u. a. Ullsteinhaus
27. Juni 2009 Wuhlheide Open Air (Puhdys, The Sweet, The Lords, u. a.) Wuhlheide

Autogrammpostkarte[Bearbeiten]

© unknown, Archiv M. Weiss


Diskografie (Auswahl, ausführlich auf Discogs (engl.)[Bearbeiten]

Datum Titel Cover Inhalt
1969 Single S201.jpg Seite A: People World - Seite B: Four o'clock in New York

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eckhard Diergarten: 50 Jahre The Lords - Langhaarig, laut und eine Legende. Verlag Pro Business GmbH, Berlin 2008 ISBN 978-3-86805-232-9

Anmerkung[Bearbeiten]