Senats-Rockwettbewerb

Aus Rockinberlin
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Gewinner 1979
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
Sammpler zur Eigenvermarktung Bleibtreu Revue
Ipanema
Spacecraft
Dig It Al(l)
Airship
Tri-Angel
Narnia
B.-Band


Gewinner 1980
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
Singleproduktion
je 2.000 Stck. zur Eigenvermarktung
Aroma Plus
Artischock
Naasti
The Shares
Spoons
Sportpalast (Band)
Stan Allan Band
Stinky Miller Band
= (Dig It Al(1))
The Twins


Gewinner 1981
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
Singleproduktion
je 1.200 Stck. zur Eigenvermarktung
Anonym
Duulwald
1. Futurologischer Congress Berlin
Mon Dyh
Naked Lunch
Nyltest
Rhythmus de Luxe
UKW
Verlorene Unschuld


Gewinner 1982
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
Singleproduktion
je 1.200 Stck. zur Eigenvermarktung
Basta!
Berliner Ring
Die Elefanten
The Escalatorz
Michael Bandschuh
Spotz!
Übler Trick


Gewinner 1983
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM Die Ärzte
Leningrad Sandwich
Reineke Fuchs
Saraba
je 2.500,- DM Frau Suurbier
Happy Dead Men
Paul Joses
Mike V.A.M.P.


Gewinner 1984
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM Berliner Bass Ballett
Best
Kissing All Over
Notorische Reflexe
je 2.500,- DM Brest
MDK
Plan B
Stricher
The Rags


Gewinner 1985
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM Caspar Brötzmann & the Bonkers
Komeda Artists
Shark Vegas
The Subtones
The Waltons


Gewinner 1986
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 9.000,- DM The Deep
Rainbirds
Rubbermind Revenge
The Strangemen
je 5.000,- DM Genetic Drugs
Invisible Ray
Overnight Angels


Gewinner 1987
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 9.000,- DM Continental Red
Heartlyne
Motor Weirdos
je 5.000,- DM Boom Operators
Gatz Gatz
Rattlesnake Men
The Smash
Tex & the Bugbears


Gewinner 1988
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM The Benjamins
Jingo de Lunch
Poems for Laila
Rasca Cocous
Space Cowboys


Gewinner 1989
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM The Angelus
Frog Sandwich
The Red Soul
Rock Da Most
Testbildtesters


Gewinner 1990
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM Emotional Blackmail
IG Blech
Iron Henning
Michele Baresi
V-Mann Joe


Gewinner 1991
Quelle Aufzeichnungen von
Uwe Sandhop
Bands/Künstler
je 10.000,- DM Herr Blum
Lemonbabies
Stan Red Fox
TAEGK
Voices Of Neucoelln
Logo

Von 1979 bis 1991 veranstaltete der Berliner Senat unter dem Titel Berlin Rock News einen Wettbewerb für Berliner Bands und Musiker mit dem Ziel, noch fast unbekannten Talenten die Möglichkeit zu geben, ihr Können einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Senatsverwaltung für Kultur mit dem so genannten Rockbeauftragten. Die teilnehmenden Gruppen mussten neben einer Demo-Cassette auch einen ausgefüllten Fragebogen zu Besetzung, Stilrichtung und Auftrittserfahrungen einreichen.

In den Jahren 1979 und 1980 erfolgte die Auswahl der Preisträger mittels eine Jury ausschließlich anhand der eingereichten Demo-Cassetten. Ab 1981 musste alle prämierten Bands jedoch zusätzlich im Rahmen von Preisträgerkonzerten nachweisen, dass sie auch auftrittsfähig sind. Diese Vorgehensweise änderte sich ab 1984. Ab dann entschied sich die Jury zunächst für eine Vorauswahl aus 287 Teilnehmern (für 1984) um diese in einer mehrtägigen Endrunde mit Live-Auftritte im „Quartier Latin“ vor Publikum zu präsentieren. Erst dann erfolgte die endgültige Jury-Entscheidung.
Die Konzerte fanden bis 1989 im „Quartier Latin“ statt. Ab 1990 stand das „Quartier Latin“ aber nicht mehr zur Verfügung. So fanden alle Wettbewerbskonzerte dieses Jahrgangs im „Haus der Jungen Talente (HDJT)“ (heute Podewil) und alle Wettbewerbskonzerte von 1991 im Loft statt.

Es gab pro Jahrgang immer mehrere Preisträger gemäß der verschiedenen Musikrichtungen wie Rock, Pop, Jazzrock, Folk, Elektronik, Punk etc. Die Preise stellten sich folgendermaßen dar.

1979 wurde ein Sammpler mit allen Gewinnersogs in größerer Stückzahl hergestellt und den Gewinnern zur Selbstvermarktung überlassen.
1980 erhielten alle Gewinner in einer Auflage von 2.000 Stück ihren Gewinnersong als Single zur Selbstvermarktung.
1981 und 1982 erhielten alle Gewinner in einer Auflage von 1.200 Stück ihren Gewinnersong als Single zur Selbstvermarktung.
1983 bis 1985 erhielten alle Gewinner ein Preisgeld bis zu 10.000,- DM.
1986 und 1987 erhielten alle Gewinner ein Preisgeld bis zu 9.000,- DM.
1988 bis 1991 erhielten alle Gewinner wieder ein Preisgeld bis zu 10.000,- DM.

Die Preisgelder wurden selbstverständlich zweckgebunden ausgelobt. Sie standen nicht zur freien Verfügung. Es durfte nur zur Anschaffung von Instrumenten, Veranstaltungstechnik, Studiogebühren, Plattenproduktion etc. verwendet werden.

Ab 1993 wurde daraus das weniger erfolgreiche Metrobeat.

Erinnerungen[Bearbeiten]

Max Goldt hat als Mitglied der Jury einen höchst amüsanten Text zum Thema verfasst (Ausschnitt):

"Punkt 19 Uhr beginnt das sogenannte »Hören«, welches folgendergestalt vonstatten geht. Der Rocksenator sagt: »Jetzt kommt Kassette 1. Ihr wißt, es ist alles anonym. Die Gruppennamen erfahrt ihr erst am Schluß. Wenn ihr eine Gruppe nicht mehr weiter hören wollt, hebt die Arme in die Höh.« Anschließend legt Put-Sandy, sein putziger Assistent, die erste Kassette ein. »Igitt, das Intro!« mäkelt sogleich jemand, und ein anderer, ein Juryveteran, prophezeit: »Das wird wieder genau wie im letzten Jahr!« Etliche Arme schnellen nach oben. »Wollen wir nicht wenigstens warten, bis einer zu singen anfängt?« ruft ein Gremiumsnovize, der seinen Idealismus alsbald bereut, als ein Schreihals mit Schreien anfängt."

Ein Großteil der bis 1989 eingereichten Demotapes (ca. 1.500 Stück) und Hintergrundinformationen zu den Wettbewerben befanden sich als Dauerleihgaben im Bestand des Berliner Rock- und Poparchivs (BRPA) und sind nunmehr seit ca. 2012 unter Verwahrung des Archivs für Jugendkulturen. (Stand: August 2021)

Teilnehmer[Bearbeiten]

1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991.

Konzerte[Bearbeiten]

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

  • Discogs Singles von Gewinnern des Wettbewerbs