7. Februar 1973 Uriah Heep
| Uriah Heep in Concert | |
|---|---|
| Ort | Sportpalast |
| Uhrzeit | 20:00 Uhr |
| Eintrittspreis | 11,- DM |
| Veranstalter | MaMa Concerts Schulte-Bahrenberg |
| Bands/Künstler | |
| Uriah Heep | |
| spec. Guests: | Silverhead |
| (nicht aufgetreten) | Osibisa |
| Karthago | |
| Setlist | |
| Uriah Heep | |
mit freundlicher Unterstützung von Peter Schlinke
Ursprünglich als Auftaktkonzert zur Deutschlandtour am 1. Februar geplant.
Ankündigungen[Bearbeiten]
- Berliner Morgenpost vom 7. Februar 1973
mit freundlicher Unterstützung vom Landesarchiv Berlin
Erinnerungen[Bearbeiten]
"An die Uriah Heep-Veranstaltung im Sportpalast 1973 erinnere ich mich insofern, als dass es ein vielumjubeltes, ziemlich gut besuchtes Event war. Ich schwärmte damals für Bands wie z. B. Deep Purple, Black Sabbath, Atomic Rooster oder Alice Cooper. Auch Uriah Heep waren zu dieser Zeit stark angesagt. Ich besaß mehrere Langspielplatten von ihnen. Ein Ticket zu besagtem Konzert habe ich mir schon im Vorverkauf beschafft, direkt an einem der Kassenhäuschen am Sportpalast.
Die Bühne befand sich im Innenraum des Radsport-Ovals an der Längsseite, und die Besucher nahmen größtenteils auf dem Fußboden Platz. Manche hatten auch Decken dabei. Zunächst trat überraschend Joey Albrecht mit Karthago auf. Die Berliner Krautrocker, die ja sozusagen ein Heimspiel hatten, standen ursprünglich gar nicht auf dem Programm. Die angekündigte Band Osibisa erschien dagegen nicht. Nach Karthago waren die mir unbekannten Silverhead an der Reihe. Obwohl ihre Songs eigentlich nicht schlecht waren, wurden dennoch Pfiffe laut, was aber mehr auf das etwas provokante Verhalten des Sängers Michael Des Barres zurückzuführen war.
Den Bassisten dieser Gruppe, Nigel Harrison, habe ich dann Jahre später noch einmal im Kant-Kino mit Blondie gesehen.
Zu fortgeschrittener Stunde betraten schließlich Uriah Heep mit vier Mann die Bühne und eröffneten mit "Sunrise". Zuvor hatte bereits ein Typ am Mikrofon verkündet, dass der Gitarrist Mick Box erkrankt sei und vom Arzt Auftrittsverbot erhalten hätte. Die Band hätte sich jedoch trotzdem zu einem Auftritt entschlossen und wolle den abwesenden Box durch besonderen Einsatz kompensieren. Das gelang m. E. auch. Durch den Keyboard-dominierenden Sound Ken Hensleys fiel das Fehlen von Box kaum auf. Zudem wechselte Hensley gelegentlich auch zur Gitarre. Auffallend war auch die ruhige, besonnene Bühnenpräsenz des Bassisten Gary Thain. Weit nach Mtternacht und einem längeren Zugabeblock gingen im Sportpalast die Lichter wieder an und alle strömten in Richtung Ausgang, um einen der ankommenden BVG-Busse zu erreichen. Kurz darauf schloss der wegen seiner Vergangenheit umstrittene Sportpalast die Pforten und wurde abgerissen.
Mein Interesse an Uriah Heep ließ bald nach. 1973 war das Rock-Lexikon von Graves/Schmidt-Joos erschienen, das weitere Anregungen auslöste. Hauptanlaufpunkte für meine Schallplattenkäufe jener Zeit waren ZIP (im Forum Steglitz), Ton und Welle (Schlossstraße) und Musicland (Uhlandstraße)."
Axel K. (September 2024)
Weblinks[Bearbeiten]
- Uriah Heep bei Wikipedia
- Uriah Heep official Website
- Uriah Heep Giglist 1973
- Silverhead bei Allmusic (engl.)
- Silverhead bei Wikipedia (engl.)
