19. Februar 2023 Mitch Ryder & Engerling

Aus Rockinberlin
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Georgia Drift - Tour
Georgia Drift - Tour
Ort Kesselhaus
Uhrzeit 20:00 Uhr
Eintrittspreis 29 € + VVK-Geb.,
34 € AK
Bands/Künstler
Mitch Ryder & Engerling
Plakat am Bhf. Hohenzollerndamm
© unknown


Eine Woche vor seinem 78. Geburtstag gastierte Mitch Ryder mal wieder in Berlin. Auch dieses Konzert hat eine Vorgeschichte mit Verschiebung: Es war ursprünglich für den 1. März 2022 angekündigt.

Aus der Kulturbrauerei-Ankündigung für 2023: Seit 1994 ist Mitch Ryder hauptsächlich mit der deutschen Gruppe Engerling unterwegs, die sich seit 45 Jahren dem Rock & Blues verschrieben haben. Wahrhaftig und schön, mit dem gewissen Schmutz und Whiskey in der Stimme, das ist richtiger Rhythm & Blues und genau den macht Mitch Ryder. Der leidenschaftliche Sänger und die Berliner Band passen musikalisch perfekt zusammen. Jetzt ist der Sänger mit dem lauernden Vibrato in der Stimme wieder unterwegs durch die Clubs und Säle mit seiner brand-neuen US-CD „Georgia Drift“ (Buschfunk, 2022) im Tourgepäck, eingespielt in Atlanta in 2021.

Engerling war diesmal leicht anders besetzt. Zur Stammbesetzung mit Wolfram "Boddi" Bodag - keyboards, piano, backing vocals, Heiner Witte - guitar, backing vocals und Manfred „Manne“ Pokrandt - bass, backing vocals gesellten sich der mehrfach als Gastmusiker bewährte Gisbert „Pitti“ Piatkowski – guitars, backing vocals und zusätzlich Olli Kunze - drums.

Tourplan und Ankündigungen[Bearbeiten]

Ankündigung vom Kesselhaus für 2022.


Erinnerung[Bearbeiten]

Kurz vor 20 Uhr kam Heiner Witte auf die Bühne, um seine Gitarre zu stimmen; kurz danach die anderen Musiker. Und wenige Minuten später führte der Engerling-Manager G. Leiser den leider sehr gebrechlich wirkenden Mitch Ryder auf die Bühne und platzierte ihn auf einem in der Frontmitte postierten Armlehnstuhl. Anschließend begrüßte Leiser das Publikum und verwies auf die aktuellen Beeinträchtigungen von Mitch Ryder und bat darum, aus Rücksicht keine Videos zu machen. (Einen recht erfolgreichen Versuch, dies umzusetzen, zeigt die längere Sammlung von Ausschnitten, die sich vor allem dem Gitarristen Pitti Piatkowski widmet.) Mitch selbst ergänzte dies mit der ironischen Anmerkung, dass er ja weniger deswegen gekommen sei, um zu laufen (to walk), vielmehr um zu singen. Und das tat er dann auch. Während man bei den ersten Takten noch fürchten musste, dass auch seine Stimme nicht mehr fit sei, klärte sich dieser Eindruck noch im Verlauf des ersten Songs - kraftvoll wie in den letzten Jahr(zehnt)en. Schon im ersten Stück holte H. Witte sein Fingerröhrchen für die Slideguitar-Effekte heraus und zwei Titel später ergänzte Body das Instrumentarium um die Mundharmonika, die er auch später noch mehrfach einsetzte. Gastgitarrist Pitti wechselte bei einer Ballade auch zur akustischen Gitarre. Vom aktuell-neuen Album war eher wenig zu hören; hingegen wurden mehrfach bewährte Klassiker präsentiert: u. a. Red scar eyes, War, Ain’t nobody white can’t sing the Blues und (mein alltime-favorite-song) Freezin' in hell. Nach gut 1,5 Stunden kokettierte Mitch mit seiner gebrechlichen Situation, indem er darauf verwies, dass er sonst an dieser Stelle die Bühne verlassen würde, um in der Garderobe darauf zu lauschen, ob eine Zugabe gefordert würde. Das Publikum quittierte das Angebot einer entsprechenden Abkürzung mit gehörigem Applaus und so schloss sich nahtlos der Zugabenteil an, der mit dem ausgedehnten Doors-Cover Soul Kitchen endete. Insgesamt gab es gut 2 Stunden satten Bluesrock mit Mitch Ryder, der mich mit gemischten Eindrücken zurückließ: körperlich blieb er die gesamte Konzertdauer über in seinem Stuhl sitzen; doch stimmlich war er präsent, wie seit Jahren gewohnt. Toi toi toi für die weitere Tour! Arno P 04:17, 20. Feb. 2023 (CET)

Fotos[Bearbeiten]

Mitch Ryder 19.2.23 Kesselhaus.jpg

Foto vom Konzert

Weblinks[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]