18. Mai 1986 Depeche Mode

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18. Mai 1986 Depeche Mode
Ticket mit freundlicher Unterstützung Thaddeus Herrmann
Ticket mit freundlicher Unterstützung
Thaddeus Herrmann
Ort Waldbühne
Uhrzeit 20:00 Uhr
Eintrittspreis 25,- DM AK
22,- DM VVK + Geb.
Veranstalter Karsten Jahnke /
concert concept
Bands/Künstler
Depeche Mode
Setlist
Depeche Mode

Depeche Mode 1986.jpg

Tourplakat © unknown

Berichte[Bearbeiten]

  • Ankündigungen von Peter E. Müller in der Berliner Morgenpost vom 17. Mai 1986
    mit freundlicher Unterstützung vom Landesarchiv Berlin

Denver John 1986-05-17.jpg

  • Bericht von Peter E. Müller in der Berliner Morgenpost vom 21. Mai 1986
    mit freundlicher Unterstützung vom Landesarchiv Berlin

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Erinnerungen[Bearbeiten]

DM hatte ich zum ersten Mal ein Jahr zuvor live erlebt – im Mai 1986 in der Waldbühne. Ich war 14, und mein Schulfreund O und ich hatten uns einfach Tickets gekauft. Heute wäre das unvorstellbar, wir beiden Kids gingen zum Eingang und der Kontrolleur wünschte uns viel Spaß. Erziehungsberechtigte? No issue.

Dankenswerterweise wurde mir nach der Veröffentlichung des ersten Teils dieser Kolumne spontan und poraktiv das Ticket des 1986er-Gigs in der Waldbühne zugespielt. Darum kann ich darüber nun auch noch ein paar Worte verlieren. Zum Fan von Depeche Mode wurde ich im Sommer 1984, als sich die ARD überlegt hatte, den Song „People Are People“ zum Titelsong ihrer morgendlichen Zusammenfassung der Olympischen Spiele in Los Angeles zu machen. Fand ich toll. Ein Jahr später – auf Klassenfahrt – hatte eine andere Freundin mit dem Namen A dann „Shake The Disease“ auf Tape dabei. So geil. Im Mai gingen ich und O dann also in die Waldbühne.

Von den Konzert selbst erinnere ich vergleichsweise wenig. Ich war ein bisschen überfordert. Denn natürlich hatten wir uns gleich nach unten auf die Rasenfläche vor der Bühne – in den Pit – vorgekämpft. Dort sahen wir zunächst die beiden Vorgruppen. Die erste waren Helden unserer Bubble: Plan B, die Band von Johnny Haeusler (heute Spreeblick, re:publica). Johnny hatte auf unserer Schule Abi gemacht – und war vor derartig vielen Menschen so nervös, dass er erstmal das Mikro fallen ließ. Bähm! Die zweite Vorgruppe war die New Yorker Band Book Of Love. Feiner Synth-Pop. Getourt hat die Band danach meines Wissens nach nie wieder in Europa – die ersten beiden Alben bedeuten mir aber noch heute viel. Tatsächlich „borgte“ ich mir in meiner kurzen Breakbeat-„Karriere“ ein paar Jahre später eine Ballade ihrer zweiten LP – „Lullaby“ – für ein Happy-Hardcore-Sampling.

Leider gibt es meine Version nicht mehr bei YouTube – wohl ein Copyright-Problem. Schade, aber toll. Kauft einfach die 7”.

Und Depeche Mode? Im Pit – also auf der Rasenfläche – wurde es mir schnell zu viel. Ich kam nicht zurecht mit den älteren Leuten, die sich schnell in eine Art Pogo trancten. O und ich verzogen uns auf die Ränge, bzw. O folgte meiner Aufgabe des Platzes. Die Musik war toll, ich war aber wohl einfach noch ein Jahr zu jung.

von Thaddeus Herrmann, Auszug mit freundlicher Genehmigung, Original bei Das Filter.

Weblinks[Bearbeiten]