The Inchtabokatables

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The Inchtabokatables
Gründung 1991
Auflösung 2002
Genre Punk
Discografie The Inchtabokatables bei Discogs (englisch)
Gründungsmitglieder
Gesang Geige B. Broiler
Cello B. Deutung
Geige Herr Jeh
Schlagzeug Kokolores Mitnichten bzw. Dr. Tinitus Banani
Bass Franzi Underdrive
Ehemalige Mitglieder
Bass Oliver „Olli“ Riedel (1992-1994)
Bass Hans Tomato, auch: Hans Narva (1994-1995)
Bass Dirk „Moeh“ Haverkamp (1995-2002)
Gastmusiker
Percussion Steven Garling (Tour 1993)
Band-Logo

Der nahezu unaussprechliche Name wurde oft – durchaus liebevoll - zu Inchies abgekürzt. Der Begriff soll aus dem Australischen kommen und sowas wie "Zechpreller" bedeuten.

Die 1991 gegründete Band verschrieb sich dem Grundsatz „Keine Gitarren“ und setzte dies in einer Besetzung mit zwei Geigen, Cello, Bass und Schlagzeug konsequent um. Dennoch war ihre Musik eher Punk als Klassik oder Folklore, denn die Art und Weise ihres Spiels war sehr kraftvoll, dynamisch und nicht nur auf Harmonien ausgelegt. Ihren eher spielerischen Ansatz spiegeln auch die Künstlernamen wider.

Zur ersten Besetzung der Inchtabokatables gehörten Reste der Band Catriona, die sich u.a. mit dem charismatischen Sänger B. Broiler ergänzten und letztlich aus eben diesem B. Broiler / Robert Beckmann sowie B. Deutung / Tobias Unterberg, Herr Jeh / Jan Klemm, Kokolores Mitnichten bzw. Dr. Tinitus Banani / Titus Jany und Franzi Underdrive / Franziska Schubert bestand.

1992 verließ Franzi Underdrive die Band, und wurde durch Oliver „Olli“ Riedel ersetzt. Der wiederum wechselte 1994 zu Rammstein. Für ca. ein Jahr folgte Hans Tomato (eigentlich: Torsten Müller Fornah; auch: Hans Narva ), der 1995 von Dirk „Moeh“ Haverkamp abgelöst wurde. Letzterer blieb dann bis zur Band-"Pause" ab 2002.

Für die 1993er Tournee gastierte Steven Garling an den Percussions.

Um 1993 kreuzten sich die Wege der Inchies mit denen von City, worüber Tony Krahl in seinen Rocklegenden berichtete. Bei aller Generationen-übergreifenden Aufgeschlossenheit stießen sie an Grenzen: Hier die jugendlichen Spaß-Musikanten, dort die um ihre Neu-Definition ringenden Alt-Ost-Rocker.

Die Inchtabokatables kamen aus einer interessiert wahrgenommenen Nischen-Existenz kaum heraus, produzierten jedoch mehrere Alben und hatten in Los Angelos einen Auftritt als Support für Rammstein.

1998 beteiligten sich die Inchtabokatables am Projekt „GötterDÄmmerung“, einem Tribut-Sampler von Die Ärzte-Songs, zu dem die Inchies ihre ironisierte Variation von „Meine Ex(plodierte Freundin)“ beisteuerten. Mit Unterstützung der Radio-Moderatorin Marion Brasch gestalteten sie den Songtext als gesprochene Nachrichtenmeldung, in der nur der Refrain gesungen wurde. Bestach das Ärzte-Original schon durch seine Originalität, war diese Cover-Version eine ebenbürtige originelle Ergänzung.

Im Jahr 2000 ließen sich die Inchtabokatables im Hebbel-Theater in einen dreiteiligen Kulturabend unter dem Titel „Steinberg. born to be wild“ einbinden und spielten nach einer Theaterperformance und einem Videofilm ein eigenes Set, das vom Freitag als „eine melodiöse Punk-Performance mit elektrischen Geigen und Cello“ beschrieben wurde.

2002 verkündeten die Inchies eine zunächst auf 11 Jahre (analog zu ihrem bisherigen Bestehen) anberaumte, de facto aber nie beendete Pause. Das Abschiedskonzert fand am 28. September 2002 in der Columbiahalle in Berlin statt.

Die Bandmitglieder integrierten sich in sehr unterschiedliche Projekte. Geiger und Sänger Robert Beckmann fand mit Schlagzeuger Titus Jany eine längere Anbindung zum Projekt Grüßaugust.

Konzerte mit The Inchtabokatables

Veranstaltung Ort
2. Juli 1992 The Inchtabokatables + Die Art Freilichtbühne Hasenheide
30. April 1992 Bands United (1) Tempodrom
4. September 1992 City Die Halle
20. November 1992 Hallo 13 (Feeling B, Herbst in Peking, AG Geige u.a.) Huxleys
18. März 1993 The Inchtabokatables Metropol
2. Oktober 1997 The Inchtabokatables Tempodrom
15. Oktober 1998 The Inchtabokatables Tempodrom
15. Juni 2000 The Inchtabokatables Hebbel-Theater
28. September 2002 The Inchtabokatables Columbiahalle
7. Februar 2018 Sandow und Special Guests Volksbühne

Weblinks