Riverboat

Aus Rockinberlin
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Das Riverboat war bis 1974 eine stadtbekannte Diskothek, die sich im obersten Geschoß eines Bürohauses am Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 174, befand. Danach befanden sich dort bis Ende 2013 die Ausstellungs- und Atelier-Räume des Vereins kulturplus e.V.

Erinnerungen

Das Riverboat  war einer meiner Lieblingsplätze. Im Sommer bot eine Dachterrasse die Möglichkeit, sich – wenn nötig - etwas abzukühlen. Auf mehreren Bühnen wurde abwechselnd gespielt. So gab es keine unnötigen Pausen. Wenn eine Band ihren Auftritt beendet hatte, begab sich der größte Teil des Publikums einen Saal weiter, wo die nächste Band schon bereit stand. Zu den Stammkapellen im Riverboat gehörten The Q, mit Frank Zander, die immer zu Höchstform aufliefen, wenn sie Suzie Q von Creedence Clearwater Revival zum Besten gaben. Andere Hausbands waren die Firestones mit Ute Kannenberg, alias Tanja Berg, die Phantoms und die Sound Jets. Gespielt wurden meist die aktuellen Hits. Wer mutig war, streute ab und zu eine Eigenkomposition ein. Doch das war die Ausnahme. Wir feierten die Helden des Beat.< Es war jene Zeit, als wir jungen Kerle die Mädels noch auffordern mussten. Dabei stand das typische Tanzschulen-Verhalten nicht im Vordergrund. Wir kannten einfach nichts anderes. Wir trugen Hosen „mit Schlag“, Hemden mit Dackelkragen oder ähnlich absurde Kleidungsstücke. Immerhin wurde im Riverboat keine Krawatte verlangt. Eine zusätzliche Besonderheit des Riverboat waren westdeutsche Jugendgruppen, die busweise eintrafen. So hatten wir Berliner Jungs die Möglichkeit, heftig mit den Mädels aus Lüneburg oder Koblenz zu flirten und zu knutschen. Wenn es denn dazu kam. Es war schön unverbindlich. Denn alle wußten: In spätestens zwei Wochen sind sie wieder weg.--Bernd, der Radowicz 12:11, 7. Aug. 2010 (CEST)

Weblinks

Konzerte im Riverboat

Die Berliner Band The Spacemen hatten 1965 gleich mehrere Auftritte im Riverboat was zu einem Jahresvertrag für 1966 führte.