Zuletzt geändert am 11. März 2016 um 07:34

Cheetah

Photo 2010 Bernd M. Radowicz

Das Cheetah war eine futuristisch gestaltete Diskothek in der Hasenheide Nr. 13, auf der Kreuzberger Seite, direkt gegenüber der Neuen Welt. An den Bau erinnerten bis zum Früjahr 2011 die beiden Röhren, über die man das Cheetah betrat. Davor befand sich dort der Primus Palast. In den 1980er Jahren etablierte sich an dieser Stelle für relativ kurze Zeit der Sector. In dem Film Ein Richter für Berlin aus den 80er Jahren, bei dem es um eine Flugzeugentführung nach Berlin-Tempelhof geht, gibt es eine Szene mit einem Auftritt von Ted Herold im Cheetah. Auch in dem Jerry Cotton Film Todesschüsse am Broadway von 1969 ist das Cheetah Kulisse.

Erinnerungen

"Hallo,bei der Eröffnung spielte über die Agentur, bei der ich beschäftigt war, Pink Floyd (really, believe it or not). Und später war die englische Band Marmelade dort, die am Abend mir mitteilten, daß sie eben einen Anruf aus London bekommen hatten. Ihre Single Version von "Ob-la-di, ob-la-da"war No. 1 in den Charts!" Heinz291


Toller Laden, leider zur falschen Zeit am falschen Platz. Nach meiner Erinnerung spielten zur Eröffnung die Small Faces, mir wurde der Eintritt verwehrt, weil ich keine Krawatte trug (zur Erinnerung: wir sind in Kreuzberg!!!). Habe dann später die Fortunes dort gesehen, ohne Schlips (geht doch!).--Trommeltom 00:36, 9. Jul. 2010 (CEST)


Jürgen Lenke, dessen Vater Werner diese wundervolle Architektur zu verantworten hatte, legte den Grundstein. Werner Lenke wurde belächelt, aber letztlich hat sich sein Mut ausgezahlt. Gemeinsam mit Peter Wonneberger wurde Geschichte geschrieben. Die Liste der Bands ist lang und in meinem Keller gibt es mindestens einen großen Karton mit original Annoncen und Erinnerungsstücken. Leider ist Jürgen Lenke nach Amerika ausgewandert und der Kontakt ist abgebrochen nachdem er mit Horst Lehmann und Peter Wonneberger aus dem Cheetah noch einmal den Sektor hervorgebracht hatte. Auch zu Peter Wonneberger gibt es derzeit keinen Kontakt, den ich aber heute versuche wiederherzustellen. Was wurde eigentlich aus Stieve? Der eines Tages zu uns in den Laden kam und die Initiative ergriff sonntags und mittwochs ab 14 Uhr eine Teenie Disko zu veranstalten, mit Alkoholfreien Getränken. Gesagt, getan mit Freifahrtsschein vom Jugendamt Kreuzberg und nur Alkoholfreien Getränken nahm das Schiff Fahrt auf und war eigentlich eine super Zeit.

Der derzeitige Anblick ist mehr als traurig, offensichtlich wollte noch jemand das Edelstahl vom Eingangsbereich in Geld umsetzen, sodass das Cheetah diesen letzten Eindruck nicht verdient hat. In letzter Zeit treffe ich immer wieder Leute, die sich gern an die Cheetah Zeit zurück erinnern und nicht nur Musiker sondern Leute, die gern zum Tanzen dort waren.Es wäre super wenn sich Leute melden, die ähnlich positive Erinnerungen haben, vielleicht können wir uns austauschen. (siehe Diskussion!!) Keep on rocking! Frank Splettstößer


Ich war vor vierzig Jahren, also 1976, während einer Klassenfahrt heimlich und 'illegal' im Cheetah. Lange zuvor hatte ich davon gehört und wollte mir den Laden unbedingt ansehen. Die überall gefürchtete Alterskontrolle konnte ich irgendwie umschiffen und stand also an einem Donnerstagabend in dem Tempel und war schwer beeindruckt. Es war zwar recht wenig los, das kam mir aber recht gelegen, denn so konnte ich mich staunend und in aller Ruhe umsehen. Ich meine zu erinnern, dass das Cheetah über mehrere versetzte Ebenen hinweg gebaut war, viele diagonal verlaufende Pfeiler, es gab mehrere Tanzflächen unterschiedlicher Größe. Kann sein, dass die metallbeplankt waren. Ganz genau erinnere ich jedoch die futuristischen Toiletten: Blaues Milchglas, die Kabinen waren auf der rechten Seite, die Pinkelbecken hatte ich gar nicht gefunden, und ich brauchte dann 'ne ganze Weile um zu raffen, wie der Riegel wieder zu öffnen war... Schön war's, die Musik war gut, die Leute waren nett, ich wäre sehr gerne öfter hingegangen und muss in den letzten paar Jahren häufig daran denken. Es war eine super Zeit, in der alles möglich zu sein schien. Ralf

Weblinks

Konzerte im Cheetah